Kleines Fischlexikon (A - I)


In unserem kleinen Fischlexikon finden Sie jede Menge Informationen über die Eigenarten und Eigenschaften heimischer und internationaler Fische.

Bitte wählen Sie hier den Anfangsbuchstaben des gesuchten Fisches aus:

A - B - C - F - G - H

hier zur Fortsetzung von J bis R

hier zur Fortsetzung von S bis Z

Aal


Der AalDer Aal ist bekannt als Wanderer zwischen Meer und Fluss oder der See. Zum Laichen ziehen die ausgewachsenen Aale ins Meer. Aus dem Laich entwickeln sich Larven, die zu Jungfischen (so genannten Glasaalen) heranwachsen. Von der Meeresströmung lassen sie sich an die Küsten treiben und wandern flussaufwärts, wo sie einige Jahre im Süßwasser leben. Hier werden sie dann auch gefangen und oft gleich geräuchert. Der schlangenförmige Körper hat eine dicke, glitschige Haut ohne große Schuppen. Junge Aale werden mit der Haut zubereitet, größere lässt man am besten direkt vom Fischhändler enthäuten. Das Fleisch ist zwar relativ fett, dafür aber sehr schmackhaft!

Austern


AusternAustern gehören zu den seltenen Delikatessen, die man sich nur zu besonderen Gelegenheiten leistet. Die verschiedenen Austernarten unterscheiden sich in Form, Farbe und Größe, haben aber alle ungleichmäßige, runzelige Schalen, die in einem Gelenk zusammengehalten werden. Zwei wichtige Sorten werden gezüchtet: Die feinere, runde Europäische Auster, je nach Herkunftsland Belons, Marennes, Astendes, Imperials, Colchester, Limfjords genannt - sowie die längliche Portugiesische Auster (Portugaise), auch als Fines de Claires oder Huitres de Parc bezeichnet. Heute werden bevorzugt die Pazifischen Austern gezüchtet.

Zum Seitenanfang

 

Barsch


Der BarschDer Barsch ist ein hochrückiger Fisch mit stumpfer Schnauze und hoher, stacheliger Rückenflosse. Der Rücken ist dunkelgrau oder -grün, an den Seiten ziehen sich Querstreifen entlang, der Bauch ist silber glänzend und hell. Der Barsch lebt in den fließenden und stehenden Gewässern Europas. Er ist ein vorzüglicher Süßwasserfisch und wird ca. 1 bis 2 Kg schwer, hat festes, weißes Fleisch und wird recht häufig angeboten.

Bonito


Der BonitoDer echte Bonito ist ein kleiner Thunfisch mit 4 bis 7 dunklen Längsstreifen auf der Bauchseite, der in warmen und gemäßigt warmen Meeren vorkommt. Der unter 1m lange Fisch wird ganzjährig gefangen, vor allem an der amerikanischen Küste. Der atlantische Bonito gehört zur Familie der "Pelamiden" (markelenähnliche Schwarmfische), ist auf dem Rücken hellblau gefärbt und hat bis zu 20 dunkle Längsstreifen. Sie werden ebenfalls knapp 1m lang, kommen im warmen Atlantik, auch in der Nordsee, in Mittelmeer und Schwarzem Meer vor und werden vorwiegend als Frischfisch gehandelt.

Zum Seitenanfang

 

Catfisch


Der CatfischDiese kleine Welsart stammt ursprünglich aus Nordamerika, von den Rocky Mountains bis zum Golf von Mexiko. 1885 wurde der Catfisch in Europa eingeführt, vor allem in Schlesien und Südrussland. Aber die 35 - 50cm lange, anspruchsvolle und robuste Welsart hat sich vor allem in Amerika zu einem beliebten Zuchtfisch entwickelt und wird in großen Fischfarmen gehalten. Zu uns kommt der Catfisch küchenfertig zubereitet als Filets, die fast grätenlos sind und deshalb auch von Kindern geschätzt werden.

Zum Seitenanfang

 

Flunder


Die Flunder"Platt wie eine Flunder" sagt der Volksmund und erinnert daran, dass die Flunder zu den Plattfischen gehört. Mit ihrem ovalen Körper sieht sie wie eine Scholle aus und trägt dornige Hautwazen, sie kommt in der Ostsee, im Norostatlantik und im westlichen Mittelmeer vor. Ihr Fleisch ist von sehr guter Qualität, sie wird fleischiger als die Scholle und kann gut gebraten werden. Besonders an der Ostsee ist sie sehr beliebt und wird für viele regionale Gerichte verwendet.

Flusskrebs


FlusskrebsKaum vorstellbar, dass im letzten Jahrhundert die Flusskrebse ein gewöhnliches Nahrungsmittel waren. Durch die "Krebspest" und die zunehmende Gewässerverschmutzung wurden die Bestände rapide dezimiert, so dass Krebse heute zur teuren Delikatesse geworden sind. Nur in kühlen bayerischen Seen wird der Edelkrebs gezüchtet, die weniger fleischigen Galizier-Krebse (mit schmalen Scheren) stammen aus der Türkei, Spanien und Portugal.

Forelle


Die ForelleDie Forelle gehört ohne Frage zu den "Klassikern" auf deutschen Speisekarten. Sie gehört zur Lachsfamilie und gehört ganz nebenbei bemerkt zu den wichtigsten Fischen überhaupt. Im Verkauf findet man allerdings häufig nur die anspruchslose Regenbogenforelle, da sie in Teichen gemästet werden kann. Erkennbar ist sie am seitlichen, breiten, rötlichen Längsband und vielen kleinen Punkten am ganzen Körper. Die kleinere Bachforelle mit dunklem Rücken und hellem Bauch lässt sich hingegen schwieriger züchten und wird vorwiegend leben oder frisch geschlachtet angeboten. Sie ist übrigens um einiges geschmackvoller als die Regenbogenforelle.

Zum Seitenanfang

 

Goldbrassen


Die GoldbrassenAus der großen Familie der Brassen gilt die Goldbrasse als die Beliebteste. Typisch sind der ovale, blaugraue Körper, der von vorne gesehen sehr flach ist, die steile Kopfpartie und der schwarze Fleck zwischen Auge und Seitenlinie. Sie wird im Mittelmeer und im Atlantik von der afrikanischen Küste bis zur nördlichen Biskaya gefangen, die größten Exemplare können 70cm lang werden, am besten schmecken sie aber bis 1Kg Gewicht.

Grenadierfisch


Der GrenadierfischDer Grenadierfisch ist ein typischer Tiefseefisch mit riesigem, hässlichem Kopf und großen Augen, kurzem dickem Körper und langem Schwanz. Früher galt er als wertloser Beifang, heute werden die Filets mit ihrem mageren, fast grätenlosen Fleisch mehr und mehr geschätzt. Die Fleischqualität ist außerordentlich gut.

 

Zum Seitenanfang

 

Hecht


Der HechtUnverkennbar ist die entenschnabelähnliche Schnauze des gefräßigen Räubers. Der ganze Körper ist mit hellen Flecken bedeckt, bis zu einem Alter von einem Jahr überwiegt eine hellgrüne Tönung ("Grashecht"). Am besten schmeckt der Hecht bis zum dritten Jahr. Hechte findet man in Teichen und Flüssen Nord- und Mitteleuropas, er ist der größte Süßwasserraubfisch, der auch vor seinen eigenen Artgenossen nicht halt macht! Früher wurde er in Teiche eingesetzt, um die Karpfen in Bewegung zu halten und kranke Tiere auszumerzen.

Heilbutt


Der HeilbuttDer Heilbutt gehört zu den Plattfischen, die flach auf dem Meeresboden leben. Auf der dunkeln Oberseite sitzen beide Augen, die Unterseite ist hell gefärbt. Der weiße Heilbutt ist die größte Art und kann bis zu 300 Kg schwer werden. Am Markt werden aber, weil wohlschmeckender, nur kleinere Exemplare angeboten. Gefangen wird er in der Nordsee und im Nordost-Atlantik. Nur etwa 1m lang wird der schwarze Heilbutt, dessen Fleisch weniger fein aber preiswert ist. Beide werden zumeist als Tranchen, also in Scheiben geschnitten, verkauft.

Hering


Der HeringKein anderer Fisch kommt in so vielfältiger Form auf den Tisch wie die lang gestreckten Silbergrauen Heringe, deren Unterkiefer so charakteristisch nach vorne stehen. Sie werden etwa 30 bis 40 cm lang und kommen im Nordatlantik und in der Ostsee vor. Geräucherter Hering heißt Bückling, Matjes die zart gesalzenen Jungfische. Roh in Essig eingelegte Heringe sind Bismarkheringe, aufgerollt die Rollmöpse. Als Bratheringe werden sie paniert, gebraten und in Essigsud eingelegt, Heringe in Gelee sind von pikanter Gelatine umhüllt. Doch auch als Frischfisch ist der preiswerte Hering nicht zu verachten.

Heringshai


Der HeringshaiUnter den vielen Haifischarten zählt der Heringshai zu den begehrten Speisefischen. Der torpedoförmige Fisch wird in etwa 3m lang und macht meist zu mehreren in Atlantik und Pazifik jagt auf Schwarmfische und Mollusken. Haie zählen zu den Knorpelfischen, weil sie keine Gräten, sondern ein Innenskelett haben. Ihr Fleisch ähnelt dem Kalbfleisch, ist fest und geschmackvoll und lässt sich ähnlich zubereiten.

Herzmuscheln


HerzmuschelnIhren Namen haben diese Muscheln von ihrer Form, die von der Seite an ein Herz erinnert. Obere und untere Schale sind fast gleich ausgebildet, haben eine helle bis bräunliche Färbung mit kräftigen Strahlen vom Scharnier aus. Die Herzmuscheln leben in Ufernähe bis in 10 m Tiefe, man findet sie im Nordatlantik, in Nord- und Ostsee sowie im Mittelmeer, wo sie besonders in Italien, Frankreich und Spanien sehr geschätzt werden.

Hummer


Der HummerDas größte Krustentier und unter Feinschmeckern das begehrteste. Ein roher Hummer ist fast schwarz und wird beim Kochen intensiv rot. Meist ist die rechte Schere stärker entwickelt, sie knackt die Beute. Die schmackhaftesten stammen aus den kalten Meeren Norwegens, Schottlands oder Irlands. Weil sie dort immer seltener werden, kommen die Hummer heute von der Ostküste Amerikas und Kanadas.

Zum Seitenanfang

 




Alle Texte (von Reinhardt Hess) und Grafiken dieser Seite stammen aus dem Heft "Kleine Fischkunde" aus dem Verlag Gerhard Röhn, Heusenstamm. Vielen Dank für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung auf dieser Seite!