Kleines Fischlexikon (J - R)


In unserem kleinen Fischlexikon finden Sie jede Menge Informationen über die Eigenarten und Eigenschaften heimischer und internationaler Fische.

Bitte wählen Sie hier den Anfangsbuchstaben des gesuchten Fisches aus:

J - K - L - M - N - P - R

hier zur Fortsetzung von A bis I

hier zur Fortsetzung von S bis Z

Jakobsmuscheln


JakobsmuschelnEin großer Erdölkonzern hat die Jakobsmuschel als Firmenzeichen, aber ihren Namen hat sie nach dem Apostel Jakobus erhalten, der zum Schutzpatron der Fischer wurde. Jakobsmuscheln werden bis 13 cm groß und schmecken zwischen November und März am besten. Neben der "normalen" gibt es noch eine Große und eine Kleine Pilgermuschel, die bis 16 bzw. nur bis 8 cm groß wird.

Zum Seitenanfang

 

Karpfen


Der KarpfenDie Urform des Karpfens, wie er aus Asien zu uns gekommen ist, wäre der Schuppenkarpfen, gestreckt mit seitlich abgeflachtem Körper, großem Kopf und stumpfer Schnauze. Praktischer in der Handhabung ist der Spiegelkarpfen mit wenigen großen Schuppen oder gar der Lederkarpfen, der keine oder nur ganz wenige Schuppen, dafür eine lederartige Haut hat. Karpfen bevorzugen warme, schlammige Teiche und Seen und werden oft in Teichen gezüchtet. Am besten sind etwa drei jährige Exemplare, die zwischen 1 und 2 Kg auf die Waage bringen.

Kabeljau


Der KabeljauDer Kabeljau, dessen Jugend- und Ostseeform Dorsch genannt wird, kann bis zu 1,50 Meter lang werden und ist Europas Konsumfisch Nummer eins. Der Kabeljau kommt im Nordatlantik bis zum Rand der Arktis, in Nord- und Ostsee vor und wird als ganzer Fisch, vorwiegend aber als Filet verkauft. Sein Fleisch ist sehr gut und wird von der feinen Küche wegen seines günstigen Preises meist verkannt. Als typischer Magerfisch sitzt die Energiereserve als Fett bei ihm in der Leber, aus der der Lebertran gewonnen wird.

Kalamare


KalamareDie oft als "Tintenfisch" bezeichneten Kalmare haben einen langen, tubenförmigen Körper und sind besonders in ausgebackener Form durch italienische Restaurants bekannt geworden. Leider lässt diese Art der Zubereitung oft vergessen, dass die Kalmare ebenso zu köstlichen Gerichten taugen.

 

Knurrhahn


Der KnurrhahnAlle Mitglieder dieser Familie haben einen großen Kopf, ein Entenschnabelförmiges Maul und große Brustflossen, mit denen die Knurrhähne über den Meeresboden wandern. Viele sind leuchtend rot gefärbt. Ihren Namen haben sie von den knurrigen Geräuschen, die sie mit ihrer Schwimmblase erzeugen können. Ihr Fleisch ist weiß und schmeckt sehr gut, allerdings ist der Abfall sehr groß.

Kraken


KrakenBesonders rund ums Mittelmeer sind die Kraken sehr beliebt und geIten als Delikatesse. Sie haben acht Fangarme mit je zwei Reihen von Saugnäpfen, der Körper ist klein und hat keinen Schulp. Das Fleisch sitzt vorwiegend in den Fangarmen und wird am besten vor dem Garen weich geklopft.

Zum Seitenanfang

 

Lachs


Der LachsDie silbrig glänzenden, eleganten Fische sind nahe mit der Forelle verwandt. Wegen ihres guten Fleisches und der hellroten Farbe gehören sie zu den teuersten Speisefischen. Die Lachse wandern zum Laichen aus dem Meer flussaufwärts, allerdings sind heute praktisch alle Laichgewässer zu sehr verschmutzt. Die Lachsfarmen vor den Küsten Norwegens, Nordamerikas und Schottlands beliefern heuten den Fischhandel reichlich.

Lachsforelle


Die LachsforelleBei den zu den Lachsfischen gehörenden Forellen gibt es als Unterart die Lachsforellen, die als Wanderfisch vom Weißmeer bis Nordspanien vorkommen. Auch sie steigen zum Laichen die Flüsse auf. Wie der Lachs wird die Meerforelle heute in norwegischen Farmen gezüchtet und erhält die die spezielle Fütterung ein hellrotes Fleisch.

 

Languste


LangusteAuf den ersten Blick sieht eine Languste aus wie ein Hummer ohne Scheren. Sie leben an allen felsigen Küsten in 30 bis 100 m Tiefe und gehen nur nachts auf Jagd, so daß ihr Fang recht mühsam ist. Die besten werden an der Westküste Irlands gefangen, die meisten kommen aber heute aus dem Atlantik und der Karibik. Häufig werden sie als roh tiefgekühlte Langustenschwänze angeboten, die vorm Verzehr sachte gegart werden müssen.

Lengfisch


Der LengfischDer Leng gehört zu den kabeljauartigen Fischen, hat aber einen lang gestreckten, aalförmigen Körper mit langem, flachem Kopf. Die metallisch schimmernde Haut ist marmoriert, eine Länge von mehr als 1,5m und ein Gewicht von über 25 Kg sind nicht ungewöhnlich. Hauptsächlich kommt er vor den europäischen Küsten vor, ist jedoch  nicht so häufig. Von ähnlicher Form und auch nahe verwandt ist der etwas kleinere Blauleng, der immer beliebter wird. Er kommt in größeren Tiefen vor.

Zum Seitenanfang

 

Makrele


Die MakreleDas "Zebra des Meeres", wie die Makrele oft wegen ihrer dunklen Streifen auf dem silbrigen Rücken genannt wird, lebt in großen Schwärmen am Nordkap bis ins Mittelmeer (als Mittelmeer- oder spanische Makrele). Sie wird 35 bis 50 cm lang und wiegt bis zu 5 Kg, wobei die 300 bis 400g schweren Exemplare am besten sind. Wegen ihres hohen Fettgehalts eignet sie sich gut zum Grillen, so ist sie vor allem in Süddeutschland als "Steckerlfisch" sehr beliebt.

 

Meeraal


Der MeeraalDie Meeraale sind in allen großen Meeren vertreten,  haben eine schuppenlose Haut und einen lang gestreckten Körper. Sie können bis zu 3 m lang werden und bis zu 65 Kg schwer. Ihr Fleisch ist fest mit sehr feinem Geschmack und enthält wesentlich weniger Fett als das der Flussaale, die haben allerdings im hinteren Teil ziemlich viele Gräten.

Meeräsche


Die MeeräscheMeeräschen leben in Schwärmen an den Küsten warmer Meere und ernähren sich von kleinen Wassertierchen und Plankton. Die verschiedenen Arten - alle haben einen silbrigen, lang gestreckten Körper mit spitz zulaufendem Kopf - zeichnen sich durch ihr sehr gutes Fleisch aus und gelten als Delikatesse. Besonders beliebt am Mittelmeer, am Kaspischen und am Schwarzen Meer.

Miesmuscheln


MiesmuschelnDie blauschwarze Muschel, zwischen 5 und 10 cm lang, kennt jeder als "die Muschel" überhaupt. Sie lebt in den nördlichen Meeren nahe der Oberfläche und bevorzugt Steine, Pfähle und andere Unterlagen, auf denen sie sich mit ihren Byssusfäden anheftet. Heute werden die Miesmuscheln fast überall in speziellen Anlagen gezüchtet - was bei diesen robusten Weichtieren kein Problem ist.

Zum Seitenanfang

 

Nordseekrabben


NordseekrabbenObwohl diese Sandgarnelen zu einer anderen Familie gehören, heißen sie nach alter Tradition "Krabbe", Die 5 - 7 cm langen Tiere mit grauem Körper sind typische Wattenmeerbewohner, obwohl sie auch im Tiefwasser der Meere bis zum Mittelmeer zu finden sind. Hauptfangzeit ist Sommer bis Mitte November.

Zum Seitenanfang

 

Petersfisch


Der PetersfischEin magerer Edelfisch, dessen Vorkommen in Atlantik und Mittelmeer nicht allzu groß ist. Der diskusförmige Fisch wird 30 - 40 cm lang und trägt an den Seiten einen runden, schwarzen Fleck (der Fingerabdruck des Apostels Petrus - daher der Name). Er hat wohlschmeckendes festes, weißes Fleisch, allerdings ist der Abfall ziemlich groß.

Zum Seitenanfang

 

Riesengarnelen


RiesengarnelenDie Garnelen, die sich vorwiegend im freien Wasser bewegen, sind alle on oben gesehen schmal, der Körper läuft zu den Schwanzflossen hin spitz zu. Charakteristisch sind die langen Fühler und die gebogene Form. Ihr Panzer enthält einen roten Farbstoff, der beim Kochen nicht zerstört wird, so sind alle gekochten Garnelen rot. Die großen Garnelen werden "Prawns", "King Prawns" oder "Jumbos" genannt (die Bezeichnung "Hummerkrabben" ist nicht mehr zulässig).

Rotbarbe


RotbarbeBereits in der griechischen und römischen Antike waren die Meerbarben beliebte Edelfische. Einerseits wegen ihrer schönen Färbung, die bei der Streifenbarbe von orange bis rötlich-braun spielen kann, mit einem dunklen Längsstreifen vom Auge bis zur Schwanzflosse. Andererseits wegen ihres würzigen Fleischs mit wenig Gräten. Gefangen wird sie im östlichen Atlantik bis Skandinavien und im Mittelmeer.

Rotbarsch


Der RotbarschDen tiefroten Fisch, der bis 1 m lang werden kann, bekommt man seIten ganz zu sehen: Rotbarsch wird fast immer als Filet verkauft, da er sehr harte Schuppen und Rückenstacheln hat. Im Atlantik wird er im Küstenbereich und im Freiwasser gefangen und zählt zu den beliebtesten Fischarten. Sein Filet ist zartrosa, zerfällt nicht leicht beim Braten und hat einen herzhaften Geschmack.

Rotzunge


Die RotzungeSie ähnelt in der Form sehr der Seezunge, ist aber näher mit Scholle und Flunder verwandt. Ihr ovaler Körper mit kleinem Kopf ist auf der Oberseite rot bis braun, die Unterseite ist weiß. Die Fangmenge ist nicht sehr groß, aber die Rotzunge ist unter Kennern sehr beliebt. Oft werden auch die Klieschen als "Limande" bezeichnet.

Zum Seitenanfang




Alle Texte (von Reinhardt Hess) und Grafiken dieser Seite stammen aus dem Heft "Kleine Fischkunde" aus dem Verlag Gerhard Röhn, Heusenstamm. Vielen Dank für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung auf dieser Seite!